Forschungskooperationen für rasche KI-Innovationen in der Praxis

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Das Konzept der Smart Data Innovation Challenges (SDI-C) erweitert das Smart Data Innovation Lab (SDIL) um eine wichtige Komponente. Geforderte schnellere, innovative Forschung kann damit niederschwellig erreicht werden. Auf Basis von dringenden prototypischen Fragestellungen aus der Industrie sollen sich die besten datengetriebenen KI-Ansätze beweisen. Umgekehrt sollen Forscher motiviert werden, ihre Ansätze Maschinellen Lernens und der Big Data Analytics auf reale Datensätzen anzuwenden.

In dem drei Jahre vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt sollen insbesondere innovative Mikroprojekte gefördert werden. KI-Projekte sollen dabei zu gleichen Teilen von Industrie und Forschung getragen werden, wobei die Forschungspartner zu 100 % für die Erforschung und Anwendung neuer Algorithmen finanziert werden und somit auch zum Stand der Forschung beitragen.

Die Anwendungspartner, die Daten und/oder Systeme beisteuern, profitieren direkt von der prototypischen Umsetzung und der durch das Projekt geförderten Außenwirkung. Wie schon in der aktuellen Phase ergibt sich der Beitrag der Industrie aus der Bereitstellung der Daten und den Personalressourcen, die für gemeinsame Projekte benötigt werden. Zusätzlich profitieren beide Seiten von der Infrastruktur.

Grundlage hierfür sind die Kooperationsschemata inklusive der Musterverträge, die bereits im SDIL erprobt wurden, sowie die Infrastruktur, die innerhalb dieses Projektes passgenau auf das neue Format weiterentwickelt wird. Projekte wie das in Baden-Württemberg geförderte Smart Data Solution Center (SDSC) zeigen eindrucksvoll die Attraktivität einer solchen Förderarchitektur für alle Beteiligten.


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Förderaufrufe

2. Ausschreibung von KI-Mikroprojekten im BMBF-geförderten Forschungsprojekt SDI-C

Ab Juni 2020 können 6 KI-Mikroprojekte mit einem Personenaufwand von maximal je 6 Personenmonaten gefördert werden, die kompetitiv innerhalb aller im SDI-C beteiligte Forschungsinstitute des KIT, der Fraunhofer Gesellschaft, des DFKI und des Forschungszentrums Jülich ausgewählt werden. Ziel ist in Zusammenarbeit mit dem Smart Data Innovation Lab eine kurze Zeitspanne zwischen Idee und Umsetzung zu erreichen (mehr Infos zum Projekt unter: Mehr zum SDI-C finden Sie hier.

Gefördert werden die Personalkosten des Antragsstellers für die Bearbeitung von Fragestellungen des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz. Es ist gewünscht, dass Firmen als assoziierte Partner und Datenprovider einbezogen werden und von den Ergebnissen profitieren. Den geförderten Mikroprojekten stehen für die Bearbeitung die Ressourcen des Smart Data Innovation Labs für die Projektlaufzeit zur Verfügung (SDIL Plattform). Gefördert werden jeweils mit einem klaren Bezug zu industriellen Daten und Fragestellungen:

4 Mikroprojekte zur Optimierung mit oder von KI

Hierzu zählen beispielsweise Ansätze zur automatisierten Black-Box-Optimierung von Prozessparameter unter Nutzung von gelernten Systemmodellen. Genauso können KI-Vorhersagearchitekturen selbst automatisch optimiert werden (Auto-ML), was den Entwicklungsaufwand stark reduziert. Wir suchen nach innovativen Forschungsprojekten auf Basis industriell relevanter Daten, welche prototypisch das Zusammenspiel von Optimierung und KI in Anwendungen demonstrieren.

2 themenoffene KI-Mikroprojekte mit Pilotcharakter

Zusätzlich sollen neue Forschungs-Impulse mit hohem Anwendungspotential gefördert werden. Hier werden insbesondere Projekte priorisiert, die Daten oder Anwendungsfelder für folgende Ausschreibungsrunden erschließen. Interessante aktuelle Bereiche sind beispielsweise die Betrachtung von Kausalität, Robustheit und Unsicherheit in industriellen KI-Anwendungen oder die Echtzeitanalyse mobil erhobener Bilddaten mittels KI-Modellen (z.B. im medizinischen Bereich).

Wichtige Auswahlkriterien sind neben dem Innovationspotential insbesondere die Nutzung neuer industrieller Datenquellen. Datenprovider sollen idealerweise als assoziierte Partner in das Projekt eingebunden werden. Das SDIL stellt dabei einen rechtlich und technisch sicheren Rahmen zur Verarbeitung der Daten innerhalb des beantragten Mikroprojektes. Gewünscht ist insbesondere die Einbindung von Daten und Fragestellungen aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, welche als ungeförderte Partner von der Analyse ihrer Daten profitieren sollen. (Interessierte Unternehmen können sich gerne unter office@sdil.de melden.)

Der ausgefüllte zweiseitige Antrag (bevorzugt in doc, rtf oder odt Format) ist bis spätestens zum 15.03.2020 an das Büro des Konsortialführers (office@sdil.de) zu schicken. Bei technischen und organisatorischen Rückfragen steht das KIT als Betreiber der Plattform gerne zur Verfügung (sdil-platform-support@lists.kit.edu bzw. office@sdil.de).

Der Antrag zum Herunterladen und Ausfüllen: SDI-C Ausschreibung und Antragsformular

Sie erhalten innerhalb 4 Wochen nach Einreichungsschluss Rückmeldung über den Erfolg der Begutachtung. Die endgültige Mittelfreigabe wird auf Basis eines gemeinsamen Lenkungsausschussbeschlusses umgehend durch das geförderte Institut beantragt und geschieht dann nach Prüfung durch den Fördergeber, so dass die Fördermittel innerhalb weniger Wochen zur Verfügung stehen können!